Das Regime der demokratischen Wahrheit (Teil III) – Antifragilität und euphorische Ironisierung

Wir haben im ersten Teil eine neue Art der politischen Lüge identifiziert und sie “demokratische Wahrheit” genannt. Im zweiten Teil haben wir sie genauer definiert und festgestellt, dass die durch das Internet veränderte Medienlandschaft der ideale Nährboden der demokratischen Wahrheit ist. Doch wie wirkt der Mechanismus der demokratischen Wahrheit nun genau und wie organisiert er seine Öffentlichkeit? In diesem Teil wollen wir versuchen, Trumps Strategie seiner Unangreifbarkeit freizulegen.1

Als Mitt Romney 2012 in einer kleinen Wahlkampfveranstaltung sagte, dass er sich in seiner Präsidentschaft nicht um die 47 % Transferempfänger kümmern wolle, war ihm nicht klar, dass jemand den Ton mitgeschnitten hatte. Als die Aufnahme veröffentlicht wurde, stürzten sich die Medien darauf, der Skandal nahm seinen Lauf. Romneys Kampagne war ruiniert. So läuft das in den USA. Das Mediensystem ist unerbittlich, man darf sich keine Fehler erlauben, die Medien zerstören einen sofort.

Donald Trump wurde zerstört. Jede Woche mindestens einmal, den gesamten Wahlkampf über. Und durchaus zu recht, denn die Skandale sprudelten fast täglich in die Medien. Ein Skandal in der Größe von Mitt Romneys Ausrutscher hätte es bei Trump wahrscheinlich nicht mal in das Ressort Vermischtes geschafft. All die dunklen Machenschaften die auftauchten, seine Angriffe auf Richter, republikanische Ikonen, Kriegshelden und Journalist/innen. Seine Weigerung seine Steuer zu veröffentlichen, seine Pleiten, seine täglichen, dreisten Lügen, seine Ignoranz und sein komplettes Unwissen. Dazu Anschuldigungen und Gerichtsprozesse zu Betrug, Vorteilsnahme und sexuellen Belästigungen und schließlich das Access Hollywood Tape, in dem er noch selbst mit seinen sexuellen Übergriffen prahlt.

Und jedes Mal wurde er zerstört. So war es zu lesen. “Trump ist erledigt!” “Das wars!” “Das ist das Ende seiner Kampagne!” “Jetzt aber wirklich!” “Das überlebt er nicht!” “Zerstört!” “Trump has been destroyed!” Ständig! überall!

Es gibt nur ein Problem: Trump wurde nicht zerstört. Kein einziges Mal. Hier und da hat er kurzfristige Einbußen in den Umfragen hinnehmen müssen, Leute wendeten sich von ihm ab, doch sein Schaden war nie nachhaltig. Trump ist aus Teflon, nichts bleibt kleben. Er ist resistent noch gegen die schlimmsten Skandale. Es ist heute schwer vorstellbar, was Trump noch anstellen müsste, um wirklich nachhaltig die Zustimmung seiner Unterstützer/innen zu verlieren.

Hier – in dieser Resilienz – liegt das Geheimnis der “demokratischen Wahrheit” verborgen. Wer nach dem Access Hollywood-Video nicht den Hut nehmen muss, kann sich auch erlauben, vom blauen Himmel zu erzählen, während es in Strömen regnet. Um das Geheimnis aber zu lüften, müssen wir genau analysieren, wie Trump es geschafft hat, derart unangreifbar zu werden.

Wie man Multiresistenz herstellt

In meinem Buch „Das Neue Spiel“ schlage ich als zentrale Strategie gegenüber dem Kontrollverlust vor, sich selbst und die eigenen Strategien möglichst antifragil zu gestalten.2 Dennoch hat es etwas gedauert, bis ich gemerkt habe, dass Donald Trump das perfekte Beispiel dafür ist.

Das Konzept habe ich von Nassim Taleb übernommen, der es in seinem Buch Antifragility dargelegt hat. Taleb unterscheidet drei Modi der Resilienz. Wenn ein System so empfindsam ist, dass es bei unerwarteten Ereignissen zusammenbricht, dann nennt er es „fragil“. Wenn Ereignisse zwar stören, aber das System im großen und ganzen standhält, ist es „robust“. Wenn das System aber umso besser funktioniert, je mehr Stress es ausgesetzt wird, dann spricht Taleb von einem „antifragilen System“. Antifragilität ist wie die Hydra, der zwei neue Köpfe wachsen, wenn man einen abschlägt.

Trump wachsen keine weiteren Köpfe, aber er scheint auf die ihn umwehenden Skandale doch auf eine Art zu reagieren, die man antifragil nennen muss.3 Seine Anhänger/innen scheinen ihm nicht nur alles zu verzeihen, sondern jedes mal mehr. Trumps Satz, dass er am helligten Tag jemanden auf der 5th Avenue erschießen könnte, ohne dass es ihn Stimmen kosten würde, war tatsächlich ernst gemeint und vermutlich wollte er Lob dafür ernten, dass er es trotzdem nicht tut.

In der Realität funktioniert Antifragilität nicht ganz so plakativ wie bei der Hydra, sondern ist ein mehrschichtiger Prozess komplexer, adaptiver Systeme. Antifragilität ist immer eine Doppelstrategie: ein robuster Kern plus eine volatile Variable. Ein Beispiel ist die Barbell Strategie in der Finanzwelt. Einerseits investiert man sehr konservativ, sichert sich gegen alle Risiken ab, andererseits behält man sich vor, schnell auf die volatile Gelegenheiten zu setzen. Es geht darum, einerseits dem Kontrollverlust gelassen entgegensehen zu können, andererseits seine Chancen für sich nutzen zu können.

Schritt eins: Die Katastrophe tritt ein. Das System hält stand (wenn auch etwas beschädigt).

Schritt zwei: Aus der Katastrophe lernen. Sein System umgestalten, dass Katastrophen noch weniger Schaden anrichten können.

Das klassische Beispiel für ein antifragiles System ist das Immunsystem. Ohne ständige Störung des Immunsystems durch Angreifer, wäre es nicht effektiv. Jede Störung ist ein Training. Das Immunsystem funktioniert besser, wenn es herausgefordert wird.

Ein anderes Beispiel – die Gegenseite quasi – sind multiresistente Bakterien. Muliresitenz ist eine Eigenschaft, die erst durch mehrfache, verfehlte Vernichtung ausgebildet wird.

Natürlich zerstört ein Antibiotikum einen Großteil der Population (Schritt eins), aber wenn die übriggebliebene Population wieder gedeiht, ist sie resistent gegen das Antibiotikum (Schritt zwei). Dieses Video vermittelt eine gute Vorstellung von dem Prozess.

Wie funktioniert Antifragität nun bei Trump? Zunächst hat Trump von Anfang an eine außergewöhnlich robuste Basis von Anhänger/innen. Als Trump seinen Hut ins Rennen warf, haben fast alle gelacht. Nur ein winziger Kern von Leuten war von ihm überzeugt, obwohl – oder gerade weil sie ihn kennen. Wenn er also gegen die Regeln verstieß, waren alle anderen erschrocken, seine Basis nahm es aber hin, bejubelte den Regelverstoß sogar.

In der traditionellen Medienlandschaft wäre die Geschichte nach dem ersten Skandal trotzdem zu Ende gewesen. Trump wäre in der Öffentlichkeit(TM) zerstört gewesen, seine Basis als Spinner abgetan. Niemand mit professionellen Background hätte ihn mehr ernst genommen. Die Medien hätten sich nach anfänglicher Skurilitätsberichterstattung von dem Clown abgewendet, wären weitergezogen und das hätte auch die potentiellen Wähler dezimiert. Aus den Augen aus dem Sinn.

Doch hier wird die der Deregulierung des Wahrheitsmarktes aus Teil II wichtig: Es hatte sich bereits eine sehr heterogene, alternative Medienlandschaft entwickelt, die die Andersheit von Trump nicht nur goutierte, sondern mehr und mehr feierte. Hier fand sein Anecken Fans, hier gab man seiner Regelaversion Raum.

Breitbart, 4Chan, 8Chan, diverse rechte Subreddits, Info War, Stormfront, etc. waren längst da, als Trump antrat. Und sie sollten im Laufe des Wahlkampfes jenen medialen Raum aufspannen, der es Trump erlaubte, die medialen Angriffe auf ihn in antifragile Resilienz umzumünzen.

Skandale liefen nun so ab:

Schritt eins: Die Massenmedien enthüllen einen Skandal/Trump sagt etwas unglaublich dummes, etc. Einige Trump-Supporter wenden sich ab. Leute aus der eigenen Partei distanzieren sich. Trump verliert an in den Umfragewerten. Aber die Basis bleibt. Sie hat sich nicht nur an sein Anecken gewöhnt, es ist das, was sie schätzt.

Schritt zwei: Eine Gegen-Medienfront beginnt sich zu bilden, die Trump erbittert verteidigt. Je härter die Angriffe, umso emphatischer wird für ihn gestritten. “Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!”, “Lockeroomtalk!”, “Lügenpresse!”, “Liberal Media Bias!”.

Die alternativen Medien richten sich unter dem Druck gegen Trump auf seine Gegner aus und nutzen die vorhandene Öffentlichkeit des Skandals, um mehr Menschen ihre alternative Deutung der Ereignisse anzubieten.

Dieser Vorgang wiederholt sich mit jedem Skandal, etliche Male also. Das hat zwei Effekte: mit jedem Angriff wächst die Community (und damit die Rezipienten der alternativen Weltdeutungen) und die vorhandene Basis härtet sich gleichzeitig gegen jeden weiteren Angriff ab. Es ist ein iterativer Prozess, der Skandal für Skandal Resilienz und Wachstum fördert.4

Am Ende des Wahlkampfes wurde das Breitbandantibiotikum der höchsten Stufe gegen Trump ausgerollt: Fast die komplette Phalanx aller traditionellen Medienhäuser in den USA hatte sich öffentlich für Hillary Clinton ausgesprochen. Selbst jene hatten sich für sie ausgesprochen, die traditionell den republikanischen Kandidaten unterstützen und auch jene, die noch nie einen Kandidaten endorsed hatten.

Es reichte nicht.

Von Raids und Brigades

An keinem Ort ist der Mechanismus der Antifragilität klarer zu beobachten, als in r/The_Donald. r/The_Donald kann als inoffizielle Online-Wahlkampf-Zentrale der Trumpkampagne gelten. Ihr Einfluss ist kaum zu unterschätzen. Dennoch soll es uns hier nur als ein Fallbeispiel dienen, um Antifragilität in Aktion zu analysieren.5

Bei r/The_Donald handelt es sich um eine Art Forum, ein so genanntes Subreddit der beliebten Community-Newssite Reddit.com. Hier kann jeder User zu jedem Thema ein Subreddit anlegen. r/The_Donald entstand bereits kurz nach dem Beginn der Trumpkamapagne im Juni 2015. Es dümpelte zunächst gemächlich vor sich hin und kam – ähnlich wie die Trump-Kampagne selbst – erst so richtig in Fahrt, nachdem es angegriffen wurde. Auf Reddit gibt es gelegentliche Angriffe von Subreddits untereinander, „Brigade“ genannt. Dabei verabreden sich User eines Subreddits zum massenhaften Einfall in ein anderes Subreddit, um dort zu trollen und die Votingfunktion dafür zu gebrauchen, Beiträge gegen den Willen der Community hoch oder runter zu voten. The_Donald war zunächst mehrfach Opfer von Brigades aus r/politics, später zunehmend von r/SandersForPresident, also dem Subreddit im Support des Demokraten Bernie Sanders.

Die wichtigste initiale Wachstumsphase erlebte r/The_Donald allerdings durch den Einfall von externen Trollhorden. Die /pol/ Sektionen der berüchtigten ImageBoards 4Chan und 8Chan wurden auf The_Donald aufmerksam und verabredeten „Raids“, also Angriffe, wo es wiederum darum ging, Verwirrung zu stiften und zu trollen. Viele der Angreifer aber blieben, übernahmen das Subreddit quasi und brachten ihre Trollstrategien in ein. Im Verlauf des Februars 2016 vervierfachte r/The_Donald seine Subscriberzahlen.

In derselben Zeit kam „Cis“ zu r/The_Donald, der bereits eine einschlägige Vorgeschichte in r/TheRedPill hatte, ein ideologiegeladenes Forum für PickUp-Artists.6 Als er die Moderation von r/The_Donald übernahm, änderte er die Moderationsstandards so, dass offener Rassismus, Sexismus und sonstige Menschenfeindlichkeit geduldet wurde. Zwar wurde gegen bekennende Nazis und White-Supremacists durchgegriffen, aber ansonsten wurde jede verbale Entgleisung gegen jede Minderheiten gerne hingenommen.

Dafür wurde eine andere Regel eingeführt und strikt durchgesetzt: Man durfte von nun an nur und ausschließlich in Support für Donald Trump posten. Jede Kritik und jede Ablehnung wurde mit Verbannung bestraft. Was zunächst eine Art Anti-Trollmaßnahme gegen Raids und Brigades war, stieß einen interessanten gruppenpsychologischen Effekt der freiwilligen Gleichschaltung an.

Man hätte davon ausgehen können, dass eine solche direkte Einschränkung der Redefreiheit einen Aufschrei und ein Abwandern bewirkt haben könnte, gerade weil vor allem diese Zielgruppe Redefreiheit so gerne vor sich her trägt. Aber stattdessen passierte etwas ganz anderes: Trump wurde nicht nur gelobt, sondern grotesk in den Himmel gefeiert. Er war jetzt der „God Emperor“, der die Welt vom Bösen befreien wird. In der Meme-Welt von r/The_Donald war Trump der Superheld mit göttlichen Eigenschaften. Ab einem bestimmten Punkt schlug die ironische und reale Verehrung ineinander über, so dass niemand diese Grenze noch wirklich ziehen konnte.

Dies erlaubte eine sehr spezielle Stimmung zu erzeugen: eine ironische Euphorie oder besser: euphorische Ironisierung. Eine Euphorie, die sich bald ins grotesk-hysterische steigerte und allen Bezug zur Realität verlor, aber gleichzeitig mit einer eingebauten “plausible Deniability” daherkam: denn, es war ja alles nur Spaß. Oder?

Der Verwischung dieser Grenze sei Dank begannen Mechanismen zu greifen, die Elias Canetti in Masse und Macht beschreibt. Völlige Entgrenzung, der Verlust von Individualität und Vernunft durch das Aufgehen des Einzelnen in der Masse, die damit einhergehenden Großmachtsphantasien.

Dafür sorgten auch die gruppendynamischen Klickübungen: r/The_Donald war bald in der gesamten Reddit-Community berüchtigt, weil sie regelmäßig den Trending-Algorithmus austricksten, um mit ihren Beiträgen bei Reddit auf die Startseite zu kommen. Dabei wird ein Beitrag „gepinnt“, so dass er innerhalb des Subreddits oben bleibt. Dann werden die User dazu aufgerufen, den Beitrag in möglichst kurzer Zeit möglichst oft positiv zu bewerten. Der Ausruf „High Energie!“ bezieht sich auf diese Praxis und dürfte seinerseits die Euphorie immer wieder befeuert haben.

Dieser Sumpf aus masseninduziertem Wahnsinn war die Brutstätte vieler Meme, die dann in den anderen rechtsalternativen Outlets und vor allem auf Social Media einen enormen Effekt hatten. Es entstanden auch eine Menge Fake-News und Verschwörungstheorien. Hier verbreitete sich die Geschichte, dass 4Chan den Bericht des britischen Ex-Spions Christopher Steele mit falschen Fakten lanciert hätte.7 Etliche Gerüchte über Hillary Clinton, basierend auf den E-Mails die Wikileaks veröffentlichte, nahmen von hier ihren Ausgang – inklusive der Verschwörungstheorie „PizzaGate“8

Es ist kein Zufall, dass aus dem Subreddit so haarsträubend realitätsfremde Theorien kamen. In der aufgeheizten Stimmung, die jeglichen Widerspruch und jede rationale Intervention ins leere laufen ließ, kreierten diese Menschen ihr ganz eigenes Realitätsfeld. Durch einen kollektiven Akt rationaler Selbstaufgabe hatte der Trump-Zug tatsächlich keine Bremsen mehr. Wenn der Wahnsinn des Regimes der demokratischen Wahrheit ein heißes Zentrum hatte, dann war es r/The_Donald.

Fazit

r/The_Donald soll an dieser Stelle nur als Fallbeispiel dienen. Das Forum war mit Sicherheit ein wichtiger Faktor bei der Herstellung der antifragilen Gegenöffentlichkeit, doch ohne das ganze Ökosystem aus rechten, verschwörunsgtheoretischen Medienoutlets, der russischen Propaganda-Maschinerie, sowie den FakeNews-Frabrikanten wäre auch r/The_Donald niemals so einflussreich gewesen. r/The_Donald war sicher eines der wesentlichen Hubs, der Narrative entwickelte und die Memes in Umlauf brachte. Es war aber Teil von etwas größerem, einem kulturellen Resonanzraum, der wesentlich älter ist und den wir heute vage mit dem Namen “Alt-Right” referenzieren.

Das Regime der demokratischen Wahrheit basiert auf einer Struktur, die bereits vor Trumps Kampagne entstand und ohne deren Echoraum und ohne deren zuvor entwickelten Strategien und Ideologien es r/The_Donald gar nicht gegeben hätte.

Im nächsten Teil werden wir also tiefer eintauchen in die rechte Medienszene. Breitbart, die Alt-Right und wie ein Ereignis dazu führte, dass sich eine Trollarmee bildete, die bis heute den Resonanzraum von Trumps Antifragilität bildet.

Hier geht es zu Teil IV >>>>

  1. An dieser Stelle sei kurz angemerkt, dass wir nicht die Theorie verfolgen, dass Trump – im Schatten seiner offensichtlichen geistigen Beschränktheit – so etwas wie ein heimliches Genie sei. Was wir hier als Trumps Strategie darlegen, ist nicht seine Strategie im engeren Sinne, sie ist nicht von ihm erdacht oder geplant. Trumps Strategie entsteht außerhalb von Trump, die längste Zeit sogar außerhalb seines Kampagnenteams. Und sie wird auch außerhalb seiner Verfügungsgewalt implementiert von Kräften, die er zunächst überhaupt nicht auf den Schirm hatte. Jedenfalls bis zur Übernahme der Wahlkampfleitung durch Steve Bannon im Sommer 2016. Aber auch mit Bannon ändert sich nichts wesentliches, sondern nur die Tatsache, dass Trumps inoffizielle Wahlkampfstrategie seine offizielle Wahlkampfstrategie wurde.
  2. Seemann, Michael: Das Neue Spiel – Strategien für die Welt nach dem digitalen Kontrollverlust, S. 162 ff
  3. Taleb persönlich bezeichnete Trump als antifragil. https://www.nytimes.com/2017/02/28/magazine/how-the-trolls-stole-washington.html
    Taleb ist eine interessante Figur. Ein interessanter Theoretiker aber selbst ebenfalls ein grandioser Narzist und Polemiker. Auch wenn er versucht, es zu verbergen, aber sein Support für Trump wurde mit der Zeit immer offensichtlicher.
  4. Die Strategie kann als eine Art Troll-Judo verstanden werden. Hier wird die Mechanik anhand von Milo Yiannopoulos erläutert: http://observer.com/2017/02/i-helped-create-the-milo-trolling-playbook-you-should-stop-playing-right-into-it/
  5. Ein Großteil der Beobachtungen stammen aus diesem Vice-Artikel: https://motherboard.vice.com/en_us/article/what-is-rthedonald-donald-trump-subreddit
  6. Wir werden einige der Stränge der Alt-Right in späteren Beiträgen genauer nachzeichnen.
  7. http://gizmodo.com/4chan-idiots-claim-they-invented-the-trump-piss-report-1791067589
  8. Dabei handelt es sich um die Theorie, dass immer wenn Clintons Wahlkampfmanager John Podesta das Wort „Pizza“ in seinen E-Mails schrieb, er in Wirklichkeit codiert über organisierten Kindesmißbrauch redet. Überzeugt davon, einen Ring Kinderschänder zu sprengen, stürmte ein Mann bewaffnet das washingtoner Pizza-Restaurant Planet Pingpong. https://en.wikipedia.org/wiki/Pizzagate_conspiracy_theory

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2 Kommentare zu Das Regime der demokratischen Wahrheit (Teil III) – Antifragilität und euphorische Ironisierung

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