Archiv des Autors: mspro

Der Kontrollverlust auf dem 27c3

„Postprivacyspacken“ war das Wort, das Constanze Kurz im CCC-Jahresrückblick gebrauchte. Und man wäre ja auf das Thema gerne noch näher eingegangen, hätte auch gern einen Talk dazu gehabt, aber naja. Aber falsch sei es auf jedenfall und Marc Zuckerberg und Eric Schmidt und überhaupt: Böse!

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Wikileaks zwischen Aufklärung und Queryöffentlichkeit

Wir leben in vielseitig interessanten Zeiten, das merkt man derzeit noch mehr als sonst. Bei ZeitOnline habe ich den Kontrollverlust als das Leitparadigma der kommenden Dekade bezeichnet und die groben Linien des auf uns zurollenden Kulturkampfes skizziert. Dieser Kampf wird um nichts weniger als die bedingungslose Transparenz gehen, die Wikileaks und all seine Nachfolger uns bescheren werden.

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Uebermorgen

Von allen Dummy-Formaten, die Blinkenlichten so raushaut, hat es mir Übermorgen am meisten angetan. Der erste Teil über die Zukunft der Werbung war schon sehr inspirierend. Jetzt ist der zweite draussen und beackert gleich mein Fachgebiet. Die Zukunft der Privatsphäre. Ganz hervorragend durchdacht und verargumentiert, auch wenn ich mit dem Schluss nicht einverstanden bin. Aber seht erst mal selbst:

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Diaspora – Facebook – Twitter und das Filterproblem

Nun ist es also da, das lang ersehnte und mit Erwartungen und Aufmerksamkeit überschüttete Studentenprojekt Diaspora, das angetreten ist, die Alternative zu Facebook zu sein. Man muss allerdings nicht Marcel Weiß sein, um dem heren Ziel des Projektes nicht einen Deut Chance einzuräumen. Dabei ist das alles gar nicht mal schlecht, was sie abgeliefert haben. Es sieht schick und übersichtlich aus, lässt sich auch nett bedienen. (wer mich adden will: mspro@joindiaspora.com) Aber hey, der Markt für Social Networks ist nun mal sowas von dicht und die Lockineffekte und auch der Technologievorsprung von Facebook sind kaum einzuholen.

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Wie passen Identität und Kontrollverlust zusammen?

Als ich vorgestern ein eigenes, kleines Kontrollverlusterlebnis durchmachte, reagierte ich, so musste ich mir hinterher eingestehen, panisch. Panischer jedenfalls, als es der Situation angemessen gewesen wäre. Was hätte schließlich schon passieren können? Ein Angreifer hätte meine Direct Messages auslesen und ansonsten nur herumrandalieren können: bescheuerte Tweets schreiben, Leute follown und entfollwn oder blocken. Richtig ownen kann er meinen Account nicht, denn um mein Passwort zu ändern, müsste er ja das alte haben. Und so hätte der Angreifer nichts anstellen können, was man nicht in wenigen Minuten wieder hätte rückgängig machen können. Dennoch würde ich sagen, dass meine Reaktion eine normale ist. Sie ist jedenfalls typisch für die Reaktion auf einen Kontrollverlust und sie ist somit auch die Erklärung für die Emotionalität der Debatte, die darum geführt wird. Aber das alles ist ja nicht neu.

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Der gar nicht mal so utopische Übermensch

Ich glaube, ich muss demnächst mal etwas über das Philosophieren in Blogs schreiben. Es funktioniert natürlich anders als das Philosophieren in Büchern. In Blogs kann man Gedanken ausprobieren, die noch nicht fertig gedacht sind. Man stellt eigentlich immer nur etwas zur Diskussion, einen interessanten Gedanken, einen Zusammenhang, eine Idee. In der perfekten Blogwelt wird das dann aufgenommen und angereichert, mit den Ideen, Kritiken und Erweiterungen der Leser und anderer Blogger.

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Vortrag: Das radikale Recht des Anderen

Diesen Vortrag habe ich am 2. Oktober 2010 auf der Konferenz Openmind10 gehalten. Er versucht den Öffentlichkeitsbegriff in Bezug zu den digitalen Medien vollkommen neu zu definieren und aus diesen Prämissen eine kommende Informationsethik zu skizzieren. Achtung: Dies ist nicht in erster Linie ein politischer Text, der sich als konkreter Forderungskatalog begreift, sondern ist eine Reflexion im luftleeren Raum, um die Ethiken in ihrem Idealzustand zu destillieren.

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Kontrollverlust reloaded – Zur Wiedervorlage

Dies ist eine Wiederbelebung. Es ist der Initialpost dieses Blogs, das wiederum nicht neu ist. Ich habe es bereits 5 Monate lang bei der FAZ geführt, wo es nach einem unschönen Streit im Juni – irgendwie – naja, „verschwunden“ ist. Nicht mehr erreichbar auf jeden Fall. Irgendwie depubliziert, wie man heute sagt. Ich hatte mir vorgenommen und auch versprochen, die Texte wieder online zu stellen, was hiermit geschehen ist. Ich bedanke mich bei der FAZ, die mir dies erlaubt hat. Doch geht das überhaupt? Kann ich die Texte, die damals neu waren, heute als „Instantware“ an einem neuen Ort veröffentlichen? Wie anders sich ein Blogartikel zum klassischen Text verhält, merkt man, wenn man ihn „verpflanzen“ will. Jeder Post, den ich damals schrieb, war immer auch ein kommunikatives Ereignis, das nicht ohne Spuren blieb. Die Ideen wurden aufgenommen, weiter gesponnen, retweetet, kritisiert und verlinkt. Ein Blogpost steht eben nicht für sich, sondern ist bestenfalls eine Initialzündung zu einer weit gestreuten Diskussion, die den Text selbst weit übersteigt. Und schließlich wird der Text teil eines Gewebes aus Links, Bezügen, Kommentaren und Widersprüchen sein. Das was Foucault mit dem abstrakten Wort „Diskurs“ zu bezeichnen versuchte, wird im Internet zur greifbaren Struktur.

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mspr0.de: Kontrollverlust, Sarrazin und OkCupid

Eines der ersten Opfer des Kontrollverlusts ist die Wahrheit. Wahrheit – hier als die eine, objektive, von allen geteilten und unzweifelhafte Wahrheit verstanden. (die es – klar – eh nie wirklich gab) Ich will mich hier gar nicht erst in die Tiefen der Epistemologie verstricken, sondern es nur bei der Anmerkung belassen, dass wenn alle Daten mit allen anderen Daten verknüpfbar sind und die Art der Verknüpfung für jede Abfrage offen bleibt (der Kern der Kontrollverlustthese), werden Korrelationen aller Art herstellbar sein. Korrelationen die in den Händen dieses oder jenes Menschen, mal diese und mal jene These stützen. (Von der informationellen Segmentierung des gesellschaftlichen Diskurses durch bessere Filtertools mal ganz abgesehen. Hier wäre allerdings noch einiges zu sagen.) [Weiterlesen bei mspr0.de]

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taz: Die Transparenz der Anderen

Die netzpolitische Szene hat ein Problem. Datenschutz und Transparenz waren schon immer ihr Anliegen – Themen, für die sie auch am Samstag auf der „Freiheit statt Angst“-Demonstration in Berlin eintreten wird. Doch gerade jetzt, wo diese Themen dank Wikileaks und Google Street View auch in der gesamtgesellschaftlichen Debatte ankommen, wird klar, wie widersprüchlich diese Forderungen sind. Und schon immer waren. Denn einerseits ist der Computer ein mächtiges Werkzeug der Partizipation und Meinungsfreiheit des Privatmenschen. Und andererseits ist da die Angst vor dem Missbrauchspotential des Computers in den Händen des Staates als Kontrollinstrument für den Einzelnen. Die Sicht auf die Verarbeitung von Daten ist seit langem zwiegespalten: Wo sie der Zivilgesellschaft Vorteile verschafft, wird sie bejubelt und eingefordert. Wo sie von den staatlichen – und neuerdings privatwirtschaftlichen – Stellen genutzt wird, wird sie verdammt und soll eingeschränkt werden. [Weiterlesen bei taz.de]

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